„Gesundheit und Verstand sind die zwei großen Gaben des Lebens.” Menander

Die Laserschmerztherapie

Auch der Lasermedizin gilt das Arndt-Schulz-Gesetz (das sogenannte biologische Grundgesetz), aufgestellt von dem Psychologen R. Arndt (1835-1900) und dem Pharmakologen H. Schulz (1853-1932). Es besagt, dass

• starke Reize lähmen (zerstören)

• mittlere Reize hemmen

• schwache Reize fördern.

Nicht der stärkste, gerade noch ausgehaltene Reiz ist der beste, sondern der schwächste, der noch eine ausreichend gute Reaktion hervorruft.

Was ist Laserschmerztherapie?

Seit 1974 steht für den Akupunktureinsatz auch Laser zur Verfügung.
Lasereigenschaften sind:

• Monochromasie, d. h. Licht einer definierten Wellenlänge
• Schwingung in Phase
• Richtungsbündelung

Im Gegensatz zum Lasereinsatz in der Medizin zur Koagulation von Blutungsherden oder zu Operationszwecken in Urologie, Gastroenterlogie, und Neurochirurgie handelt es sich hierbei um einen sogenannten Soft-Laser, d. h. mit einem Energieoutput von 1-400 mWs. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Lasertypen:

• Rotlicht-Laser (632 nm Wellenlänge; Helium-Neon; Laserröhre)
• Infrarot-Laser (780-1.006 nm; Dioden-Laser)

Indikationen und Vorteile:

Grundsätzlich sind die Indikationen für die Laserakupunktur identisch mit denjenigen der Nadelakupunktur. Laser eignet sich vor allem für chronische Erkrankungen (vom Leere-Typ). Dabei kann mit der Laserbestrahlung oft noch bei Therapieresistenz unter Nadelakupunktur erfolgreich weiter behandelt werden. Darüber hinaus ist der Laser auch für den flächenartigen Einsatz bei nässenden und entzündlichen Hautkrankheiten geeignet, die sich einer direkten Beeinflussung durch die Nadel entziehen, z. B. Bei Ulcus cruris.
Besonders vorteilhaft ist die schmerzlose Applikation bei Kindern und sensiblen Patienten, vor allem im Gesicht.

Nachteile, Kontraindikationen

Nachteilig beim Lasereinsatz scheint die methodisch begrenzte Simulationsstärke.
Hierdurch ist vor allem der Einsatz bei akuten Indikationen, wie starke HWS- oder Schulterschmerzen, Koliken oder Angina pectoris eingeschränkt.
Allerdings scheint sich die Wirksamkeit des Soft-Lasers bei akuten muskulären Sportverletzungen im skandinavischen Raum durchzusetzen. Das Einsetzen der Behandlungswirkung dauert oft allerdings länger als während einer Nadelakupunktur.
Spezielle Kontraindikationen, die über die bekannten Angaben der Akupunktur hinausgehen, sind für den Lasereinsatz nicht bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zu dieser Behandlungsmethode haben, stehe ich ihnen gerne zur Verfügung!